Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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3. UNTERRICHTSEBENE

3.1 Methodisch-didaktisches Vorgehen

Vom Unfang her handelt es sich hierbei um ein pädagogisches Szenario, mit welchem eine Klasse zweifellos über eine längere Zeit beschäftigt ist. Deswegen ist es eminent wichtig, dass die Mehrheit der Gruppe von der Notwendigkeit des Projektes überzeugt ist. Der Start des Projektes erscheint der Klasse idealerweise als logische Folge ihrer natürlichen Umgebung. Die Klasse oder Teile der Klasse stellt beispielsweise fest, dass sie in der Kommunikation mit anderen Menschen an ihre Grenzen stossen. Dies kann durch einen Besuch einer anderssprachigen Stadt, durch Schüleraustauschprogramme oder durch Zuzug fremdsprachiger Schüler ausgelöst werden.

Sobald die Klasse selbst die Notwendigkeit eines solchen Projektes erkennt, geht vorerst vieles wie von alleine. Damit der Wille ein solch grosses Projekt zu Ende zu führen auch möglichst lange erhalten bleibt, ist es wichtig, der Klasse möglichst viel Mitspracherecht in Inhalt, Gestaltung und Arbeitsablauf zu geben. Natürlich können vom Projektleiter/der Projektleiterin Vorschläge gemacht werden, die dann besprochen werden. Es macht durchaus Sinn, dass die Projektleiterin/der Projektleiter bei jedem Arbeitsschritt einen möglichst guten Vorschlag im Ärmel bereithält, damit das Projekt in für sie/ihn überschaubarem Rahmen bleibt.

Im folgenden Arbeitsablauf werden mögliche Arbeitsschritte aufgezeigt, die so durchgeführt wurden.

3.2 Arbeitsablauf

3.2.1 Indizierung

Wie bereits bei den methodisch-didaktischen Überlegungen (siehe 4.1) erwähnt, ist es sehr wichtig, dass die Indizierung gut klappt. Es muss ein „echter“ Auslöser da sein.

In unserem Fall kombinierte sich das mit einem glücklichen Zufall. Es trat ein kolumbianisches Mädchen mit nur wenig Deutschkenntnissen in die Klasse ein. Wenig Deutschkenntnisse hiess in diesem Fall: Wenig Hörverstehen, Sprechkompetenz war noch kaum vorhanden. Alle waren natürlich sehr interessiert, wer denn da komme, nur sprach das Mädchen zu diesem Zeitpunkt von sich aus nur Spanisch und Italienisch. Ich selbst spreche nur wenig Italienisch und gar kein Spanisch – und trotzdem musste sich die Klasse untereinander bekannt machen…

Zwei Schüler meiner Klasse fühlten sich da sofort angesprochen. Kein Wunder, denn es waren ein Italiener und ein Spanier. Die erste Sprachbarriere war somit überwunden…

… aber was erzählen sich eigentlich jeweils die Türken und Kurden? Worüber spricht die Rumänin? Weswegen lachen die Albaner? Was plaudert der Serbe mit dem Mazedonier? Wir waren uns schnell einig … …Gegenseitige Verständigung musste her!

Ich ging mit der Aufgabe, ein mögliches Projekt auszuarbeiten, nach Hause. Wenige Tage später präsentierte ich der Klasse den folgenden Projektverlauf.

3.2.2 Vorstellen eines möglichen Projektablaufs


Das audiovisuelle Wörterbuch | Martin Ziegler (bl), Thomas Minder (bl), Dominik Steinböck (BL)