Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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6.2. AUFNAHME GESAMTEN (BASIS)WORTSCHATZES UND SATZLISTE

In unserem Fall ergaben sich 13 Themenbereiche, welche in die doch beeindruckende Anzahl von zehn Fremdsprachen plus Deutsch (also total elf Sprachen) übersetzt werden mussten. Dies ergibt eine Anzahl von 143 Filmen, die nicht selten vier bis fünfMal, in seltenen Fällen gar zehn Mal gefilmt werden mussten. Schnell wird klar, dass die Aufnahme des gesamten Wortschatzes nicht im Klassenverband durchgeführt werden kann, da die Unruhe im Klassenzimmer sicher zu gross wird.

Zum Üben hatten wir die Aufnahmen zuerst im Klassenverband Themenweise durchgeführt. Der Geräuschpegel wurde zu hoch, mittlerweile wussten die meisten schon sehr genau wie der Ablauf sein musste und schliesslich mussten wir uns nun auch vermehrt wieder dem Schulalltag zuwenden.

Es musste also eine Weiterentwicklung der Arbeitsform her.

So beschlossen wir, dass wir von nun an nicht mehr themenweise die Aufnahmen machen, sondern dass wir nach Sprachen getrennt an den freien Nachmittagen weiterarbeiten werden. Das erlaubte uns von da an wieder sehr effizientes Arbeiten. Den freien Nachmittag, den die Schüler „opfern“ müssen, kann man ja mit einem kleinen Ausflug abgelten.

In unserem Fall war es wichtig, dass ich als Projektleiter gleichzeitig während des ganzen Projekts die Rolle des Kameramannes übernahm. Zu schnell wären sonst die Schüler und Schülerinnen zufrieden mit den Resultaten gewesen.

Ist man aber in der glücklichen Lage, dass man sehr selbstkritische und selbstständige Schüler hat, so kann man sie ja auch nach einer ausgedehnten Einführungsphase selber die Sequenzen abdrehen lassen.

Tipp für den Kameramann/die Kamerafrau: Man kann den Ablauf des Filmens so lange üben wie man will. Irgendwelche sehr kleinen Fehler schleichen sich trotzdem ein. Gewisse Fehler (Inhalt und Ablauf) sind unverzeihlich. Andere lassen sich aber vom Kameramann oder von der Kamerafrau rechtzeitig korrigieren.

So lassen sich gemeinsam einige Handzeichen zur Korrektur vereinbaren:

Fehler

Reaktion der Kamerafrau/ des Kameramannes

AkteurIn zeigt das Bild an der falschen Position (z.B. Akteur verdeckt seinen eigenen Mund)

Kameramann/Kamerafrau zeigt mit dem Finger ausserhalb des Kamerabereichs (vgl. 4.2.8) in die Richtung, in welche das Illustrationsmaterial bewegt werden muss.

AkteurIn spricht zu leise

Kameramann/Kamerafrau zeigt deutlich auf sein eigenes Ohr

Akteurin spricht zu schnell

Kameramann/Kamerafrau führt eine beruhigende Handbewegung in Richtung Boden aus.

Bremst der Akteur/ die Akteurin zu spät ab, so muss die Aufnahme der Qualität wegen wiederholt werden.

AkteurIn spricht zu undeutlich

Filmabbruch! Deutlichkeit der Aussprache hat höchste Priorität!

Vergessen wir aber trotz allem Enthusiasmus und Wille zur Perfektion eines nicht. Wir arbeiten mit Schülerinnen und Schülern, die sicher ihr Bestes geben. Weder die Schülerinnen und Schüler noch wir sind Profis. Also dürfen wir sicher auch mal „die Fünf gerade sein lassen“. J


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