Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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6.1. AUFNAHMEMODUS FESTLEGEN UND TRAINIEREN

für den Endbenutzer und die Endbenutzerin ist es enorm wichtig, sich möglichst wenig mit der Struktur der Anwendung selber befassen zu müssen. Letztlich will sich ja jeder nur mit den Sprachen selbst auseinandersetzen und dabei möglichst schnell viel profitieren. Dies wird am besten erreicht, wenn das AVW selbst möglichst klar und intuitiv aufgebaut ist und vor allem konsequenten Strukturen folgt. Ein AVW klar und intuitiv zu strukturieren: Das ist Aufgabe der Projektleitung. Damit die Strukturen kohärent sind, müssen auch hierfür von der Projektleitung her, eventuell in Zusammenarbeit mit der Klasse/Gruppe, strenge Vorgaben gemacht werden. Hier kommt nun eine grosse Hürde auf alle Beteiligten zu. Eine Struktur für die Aufnahme der Videos (Was sage ich zuerst? Wann und in welcher Reihenfolge zeige ich das Illustrationsmaterial? etc.) festzulegen ist relativ einfach. Diese mit allen Schülern konsequent umzusetzen erfordert viel Ausdauer und Geduld aller Beteiligten. Bei Fehlern oder Ungenauigkeiten muss die Sequenz neu aufgenommen werden. Sie dürfen ruhig glauben, dass sie gewissen Sequenzen bis zu 10-mal verfilmen werden, bis Sie mit dem Resultat zufrieden sein werden. Ihre Schüler werden Sie dafür nicht immer lieben ;-), am Ende wird dies jedoch schnell vergessen sein.

Wir haben für die Aufnahme unserer Filmsequenzen folgende Reihenfolge/Struktur festgelegt:

  1. Der/die AkteurIn sitzt ruhig, nickt mit dem Kopf, wenn er bereit ist. à Aufnahme beginnt
  2. Der/die AkteurIn nennt den Themenbereich in deutscher Sprache à Einstimmung aufs Thema
  3. Der/die AkteurIn nennt den Themenbereich in seiner/ihrer Muttersprache         
  4. der/die AkteurIn zeigt das erste Bild, spricht nicht, lässt ca. zwei Sekunden verstreichen
  5. Der/die AkteurIn hält das Bild immer noch in die Kamera und sagt nun den Begriff laut, langsam und deutlich in seiner/ihrer Muttersprache. Die Schritte vier und fünf werden solange wiederholt, bis das ganze Thema einer Sprache verfilmt ist.
  6. Der/die AkteurIn bleibt ruhig sitzen à Aufnahme beendet à nächste Sequenz vorbereiten!

Ein genau festgelegter Ablauf muss von allen Akteuren unbedingt stark verinnerlicht werden. Es bietet sich an, dies während einiger Lektionen im Klassenverband zu üben. Will man die dort gefilmten Sequenzen ins Endprojekt übernehmen, so ist es wichtig, dass die übrigen Klassenmitglieder sehr ruhig sind. Das Mikrofon zeichnet alle Geräusche auf, die man später sehr gut hören kann und die auch sehr störend wirken. Trotzdem ist es spannend, gerade auch solche Sequenzen der Klasse vorzuspielen und bewusst zu machen, wie sensibel die Mikrofone der Kameras sind.

Organisation im Klassenzimmer:

Legende:

  1. Akteur/ Akteurin:
    Muss möglichst gross in der Kamera sichtbar sein.
  2. Kamerabereich:
    Im Kamera- bereich dürfen die Bewegungen des Akteurs/der Akteurin das einzige Sichtbare sein.
  3. Hintergrund:
    Der Hintergrund soll möglichst gleichmässig und neutral sein. Die Akteure stehen im Zentrum!
  4. Übrige Schülerpulte
  5. Kamera

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