Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
www.2bits.ch | www.edubs.ch

Webbasiertes Feedback


Sie befinden sich hier:

> edubs > Webbasiertes_Feedback

 
ONLINE-EVALUATION
Checkliste für Online-Befragungen

In der vorliegenden „Checkliste für Online-Umfragen” sind die grundlegenden Anforderungen an die Durchführung von Online-Umfragen in Form eines Fragenkatalogs zusammengestellt.

Anlage der Umfrage

  1. Ist die Zielgruppe der Umfrage klar definiert und online erreichbar?
  2. Ist das Auswahlverfahren der zu befragenden Personen geeignet, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen?

Durchführung der Umfrage

  1. Ist die Dauer der Umfrage ausreichend bemessen, so dass alle zur Zielgruppe gehörenden Personen eine Chance haben, an der Befragung teilzunehmen?
  2. Werden Massnahmen zur Kontrolle eingesetzt, insbesondere um Mehrfachteilnahmen und das „Durchklicken” des Fragebogens auszuschliessen?
  3. Werden die eingesetzten Massnahmen angemessen dokumentiert?

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Werden die Befragten methodisch angemessen über den Zweck und das Untersuchungsziel der Befragung informiert?
  2. Werden grundsätzlich nicht mehr Daten erhoben, als für den angegebenen Zweck notwendig sind?
  3. Werden die Befragten über die Freiwilligkeit der Teilnahme informiert und können sie jederzeit die Befragungsseiten unmittelbar verlassen, um das Interview abzubrechen?
  4. Werden die Befragten informiert, wenn Daten erhoben werden, und wird die entsprechende Einwilligung eingeholt?
  5. Wird mit geeigneten technischen Massnahmen verhindert, dass die erhobenen (personenbezogenen) Daten von Dritten eingesehen oder nachvollzogen werden können?

Darstellung, Interpretation und Dokumentation

  1. Werden die Forschungsergebnisse vollständig dargestellt, d. h. alle untersuchten Einheiten und Fragestellungen einbezogen?
  2. Ist die Interpretation der Forschungsergebnisse auf die Forschungsfrage bezogen, und wird sie durch empirische Ergebnisse belegt?

Abschluss der Umfrage

  1. Ist das Datum bekannt, an dem die Erhebungsdaten gelöscht werden?
Gefahren

Ein Feedback über das Internet einzuholen bringt einige zusätzlich problematische Aspekte mit sich, die hier kurz aufgeführt und kommentiert werden sollen:

       Eine elektronische Befragung zu erstellen bedeutet im Normalfall zeitlichen Mehraufwand. Dieser Mehraufwand ist dem zeitlichen Gewinn gegenüberzustellen, der in der Auswertung erzielt werden kann. Für kleine Befragungen ist die elektronische Form also mit deutlichem zeitlichem Mehraufwand verbunden.

       Die Stärke der elektronischen Mittel liegt dort, wo die zu beantwortenden Fragen geschlossene Fragen sind. Die gewählte Form darf aber nicht dazu führen, dass nur noch geschlossene Fragen gestellt werden.

       Es ist nicht leicht zu beurteilen, inwiefern das Medium das Resultat beeinflusst. Fest steht, dass nicht alle positiv auf ein elektronisches Medium reagieren. Insbesondere ist zu beachten, dass die Einstellung von Mädchen und Jungs gegenüber Computern unterschiedlich sein kann, was die Ergebnisse der Befragung beeinflussen kann.

       Wird das Feedback anonym durchgeführt, lässt sich nicht leicht kontrollieren, wer den Fragebogen ausfüllt und wer nicht (im Klassenzimmer ist das z. B. sehr viel einfacher). Hinzu kommt, dass die anonyme Befragung über Internet auch „ungeladene Gäste“ einschliessen kann, dass also Personen die gestellten Fragen beantworten, die gar nicht gefragt sind. Zusätzlich kann natürlich auch eine Schülerin oder ein Schüler das Feedback mehrfach ausfüllen (diese Problematik kann in GrafStat dadurch umgangen werden, dass eine Transaktionsnummer verwendet wird; Zoomerang bietet ebenfalls Möglichkeiten, diese Gefahr zu umgehen).

       Baut man darauf, dass Schülerinnen und Schüler Feedback ausserhalb des Unterrichts geben, ist zu bedenken, dass längst nicht alle Schülerinnen und Schüler zu Hause Zugriff auf das Internet haben.

zurück


Webbasiertes Feedback | Patrick Heller (SO) , Urs Thiede (BS)