Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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Webbasiertes Feedback


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GRUNDLAGEN
Einige didaktische Überlegungen [1]

Das vorliegende pädagogische Szenario richtet sich an Lehrkräfte, die ihren Unterricht reflektieren wollen und Lust dazu verspüren, dies mit elektronischen Mitteln zu tun. Im skizzierten Weiterbildungskurs geschieht dies in Teamarbeit (Konzept und grobe Fragestellung) sowie in Einzelarbeit (konkrete, für den Unterricht relevante Fragestellung).

Da die Fragestellung fächerübergreifend ist und den ganzen Unterricht betrifft, entfällt der direkte Lehrplanbezug, zumindest was die reine Fachkompetenz angeht. Die Reflexion des Unterrichts bzw. der eigenen Arbeit gehört aber dennoch zu den Fähigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler an den Schulen erlernen und üben sollen. Festgehalten ist es normalerweise in den fächerübergeordneten Lernzielen, in Rahmenlehrplänen usw. Es geht hier vor allem um Kompetenzen in Lern- und Arbeitstechnik, aber auch um soziale, kommunikative sowie intellektuelle Kompetenzen.

Arbeitet man nun mit elektronischen Mitteln, um ein Feedback einzuholen, wird sowohl auf der Seite der Lehrkräfte wie auch auf der der Lernenden die ICT-Medienkompetenz gefördert. Das gewählte Szenario ermöglicht es der Lehrkraft, ihre Fragestellung individuell zu wählen und selbst zu bestimmen, wie weit sie gehen will. Einerseits erhält die Lehrperson Rückmeldung über ihr Tun, andererseits können die Lernenden Mitverantwortung für Unterricht und Lernprozesse übernehmen und somit den Unterricht auch mitgestalten.

In der Online-Phase werden neue Kommunikations- und Kooperationsformen erprobt und genutzt – z. B. können Fragen in Foren diskutiert werden, und die ganze Kommunikation kann sich über eine Lernplattform wie Educanet abspielen.

Die Thematik dieses Szenarios ist von Anfang an so festgesetzt, dass die gewählten Mittel nicht etwas völlig Neues bringen, sondern der methodischen Vielfalt dienen. Diese Mittel müssen aber gerade für Unterrichtszwecke zuerst einmal erprobt werden – hier lernen Lehrkräfte tatsächlich entdeckend.

Der Mehrwert der Arbeit mit webbasiertem Feedback liegt darin, dass weniger Zeit zur Erfassung von Rückmeldungen verwendet werden muss und dass damit mehr Zeit zur Verfügung steht, um sich mit den Ergebnissen einer Befragung auseinanderzusetzen. Dass die vorgestellten Mittel auch helfen, die Ergebnisse sehr schnell grafisch darzustellen, macht es einfacher, die Resultate den Befragten vorzustellen. Dies trägt dazu bei, dass das Feedback effektiv wird.

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[1] Dieses Kapitel basiert auf den Fragen, wie sie in der „Checkliste zur Dokumentation und Beurteilung der Arbeiten“ gestellt werden (2BITS, Version vom 26.11.2003).


Webbasiertes Feedback | Patrick Heller (SO) , Urs Thiede (BS)