Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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Vorbereitung eines erlebnisorientierten Schullagers


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DIDAKTISCHER MEHRWERT

Förderung der ICT Medienkompetenz

  • Im Internet nach Informationen suchen
  • Informationen auswerten
  • Austausch/Einholen von Informationen in einer
  • Fremdsprache per E-Mail
  • Texte zusammenstellen und Textverarbeitung anwenden
  • Tabellenkalkulation
  • Bilder einfügen
  • Schlusspräsentation in Powerpoint präsentieren
  • Förderung der Teamarbeit durch Austausch in Educanet2

Individualisierung (Lernprozess, Lernziel, Lerntempo)

  • Die Lernenden arbeiten selbständig
  • Sie bestimmen ihr Arbeitstempo selber
  • Der Weg zum Lernziel wird individuell bestimmt

ICT bietet die Möglichkeit ausserhalb des Regelunterrichts weiterzuarbeiten

ICT bietet die Möglichkeit, während des Schullagers Daten abzurufen oder notfalls neu zu generieren

  • Die Lernenden haben dank Educanet2 überall Zugang zu ihren Arbeitsunterlagen. Sie können zeitlich und örtlich flexibel arbeiten.
  • Die Klasse kann sogar während des Schullagers vor Ort in einem Internetkaffee die Daten abrufen könnte, die sie benötigt; dies, falls das Wetter oder eine Grippeepidemie die Planung zunichte machen würde. Auch falls jemand die erarbeiteten Unterlagen Zuhause vergessen haben sollte, könnte sie/er ins Educanet2 einsteigen und die Informationen dort holen.

Selbstgesteuertes Lernen, Selbstkontrolle

  • Die Lernenden finden die Lösungen im Internet.
  • Sie bestimmen Umfang und Zeitpunkt der Recherchenarbeiten selber.
  • Die Selbstkontrolle findet im Austausch mit anderen Arbeitsgruppen und bei der Schlusspräsentation statt.

Neue Kommunikationsformen (Chat, Foren, e-Mail) werden benutzt.

  • Austausch über Schullager im Forum
  • Via E-Mail werden Daten aus dem Ausland erfragt und wird der Kontakt zu den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe gepflegt.

ICT erschliesst neue Zusammenhänge

  • Reiseprogramm, Tagesplanung, Übernachtung durch ICT pan- und koordinierbar

ICT unterstützt Genderbewusstsein

  • Die Projektbegleitung/Lehrkraft kann feststellen, wer wie lange im Netz gearbeitet und wer welche Beiträge ins Netz gestellt hat.
  • Falls es junge Frauen mit ICT-Berührungsängsten oder junge Männer mit Arbeitsdisziplin-schwierigkeiten geben sollte, kann dies von der Lehrperson "gesehen" und anschliessend thematisiert werden.

ICT ermöglicht kreatives Arbeiten

  • Eigene Wünsche und Ideen können in die Planung eingebracht werden. Die Art der Präsentation ist frei

ICT ermöglicht Varianten-Modelle und Koordination der Ergebnisse der Arbeitsgruppen innerhalb kurzer Zeit

  • Die Arbeitsgruppen benötigen jeweils viele Lösungs-Möglichkeiten bzw. -Varianten, von denen sie erst in der Endphase der Arbeit die effektiven auswählen können, nämlich dann, wenn sie wissen, was die anderen Gruppen im Plenum der Klasse beschliessen möchten.
  • Kein Tourist Office wird endlos dieselben Fragen beantworten und für SchülerInnen aus der Fremde immer wieder neu Detailinformationen einholen. Zudem würde kein Touristenbüro im Périgord unter Zeitdruck arbeiten und mehrfach immer wieder Mails beantworten.
  • Die Vorbereitung einer Klassenfahrt würde einen so langen Zeitraum in Anspruch nehmen, dass die aktuellen Daten bereits wieder überholt wären, wenn die Reise stattfindet.

ICT eröffnet neu Kontaktmöglichkeiten

  • Die Gruppen brauchen aktuelle Daten und solche Daten, für deren Urheber keine Adressen ausfindig zu machen wären. Z.B. Höhlen oder Veloanbieter im ganzen Périgord.
  • Die innerhalb der vorgegebenen Themen durch die Arbeitsgruppen zu beschaffenden Informationen sind nur aus Frankreich direkt zu holen; niemand in der Schweiz weiss, was die Velomiete von x nach y am Tag Z für 20 Schüler mit Gruppenrabatt kostet usw.

Generell wird deutlich, dass bei so komplexen Aufgabestellungen der Einsatz von ICT nicht nur nützlich, sondern unverzichtbar ist.

Ein konkretes Beispiel zum Schluss: Unterkunft suchen muss die Gruppe A in den Ortschaften xy oder z von Montag auf Dienstag oder von Samstag auf Sonntag. Dies hängt davon ab, wie lange die Velotour oder eben die Kanutour, die von der Gruppe B geplant wird, dauern wird, in welchem geographischen District die Tour stattfinden soll und wie viel Geld diese Gruppe für ihre Sportaktivitäten wird ausgeben müssen.

Vielleicht stellt sich beim Buchen der Kanus dann erst heraus, dass für den geplanten Tag die Kanus bereits ausgemietet sind; innerhalb kurzer Zeit muss die Klasse den Plan umstellen und alles neu berechnen.

Vielleicht unterscheiden sich dann die Tarife von Werk- und Weekendtagen oder aber die Höhlen von Lascaux sind am Donnerstag der geplanten Woche geschlossen, weil ein lokaler Feiertag ist, was erst beim Buchen bekannt gegeben wurde.


Vorbereitung eines erlebnisorientierten Schullagers | Barbara Steinmann (BS), Martina Sommerhalder BL), Marco Messerschmid (BL)