Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006
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 Umstyyge bitte! Schulübergreifende Kontakte mit ICT


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METHODISCH-DIDAKTISCHES VORGEHEN

Wir fanden keine einfache und eindeutige Bezeichnung des Vorgehens, da bei der Umsetzung des Projektes je nach Arbeitsschritt verschiedenste Unterrichts- und Sozialformen zur Anwendung kamen, vom Frontalunterricht über Stillarbeiten nach Vorlagen bis zu freien Einzel- und Gruppenarbeiten in der Schule und zuhause, von Einzelberatungen in der Schule sowie via Mail und Quickmessage zuhause über Klassengesprächsrunden bis zum Schülertutoring usw.

Zudem ist es, da nicht eine Wissensvermittlung, sondern die Arbeit mit und an der individuellen Persönlichkeit im Vordergrund steht, geradezu eine Notwendigkeit dieses Projektes, das Vorgehen flexibel, individuell und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst zu gestalten. Die Ziele sind zwar gegeben, aber was auf dem Weg Richtung Ziel aus den Tiefen der Kinder- und Jugendlichenseelen aufsteigt und wie die anderen darauf reagieren, ist stets ungewiss und täglich neu.

Ablauf

Die Reihenfolge des Ablaufs war in Primar und Sekundar weitgehend gleich. Der Zeitaufwand und die Arbeitsformen für die einzelnen Programmpunkte waren aber je nach Stufe sehr unterschiedlich. Z.B. wurde in der Primar öfter in der Schule gearbeitet. Die Lernenden der Sekundarschule arbeiteten öfter zuhause.

Der Primarlehrer sah seine Lernenden täglich, die Hauswirtschaftslehrerin die ihren einmal in der Woche.

Die Lektionsangaben sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen.

  • 1 Lektion: Einführung ins Projekt „Umstyyge bitte!“
    • Umsteigen spielen (Modellfahrzeuge) bzw. dramatisieren.
      • Fahrzeug (Ausbildungstyp) ist anders
      • Ziel ist anders
      • Andere Mitfahrende
    • Ziele bewusst machen
      • Zusammenfassung (s. auch Abschnitt Ziele):
        Sich in Zusammenarbeit mit anderen so gut kennen lernen, dass
        • man weiss, auf welche Stärken man vertrauen darf.
        • man weiss, wo man unbedingt dazu lernen muss.
        • auf seine Ängste und Träume gefasst und sich seiner Pläne bewusst ist.
  • Eine Lektion: Einführung in educanet2
    • In der Schule:
      • Begleitetes Login
      • Profil beginnen
    • Hausaufgaben:
      • Login mit Hilfe der Eins-zu-eins-Anleitung auf Papier
      • Profil vervollständigen
      • Passwort ändern
  • Mehrere Lektionen für folgende Inhalte:
    • In Unterrichtsgesprächen „angewärmte“ Texte für die Dateiablage in educanet2 schreiben:
      • Vorstellung:
        Angaben zur Person mit Passbild (siehe anonymisierte Beispiele weiter unten)
      • Rückblick auf die zu Ende gehende Ausbildungsphase (siehe anonymisierte Beispiele weiter unten)
      • Ausblick auf die nähere (bekannte und gewisse) und die weitere (ungewisse) Zukunft (s. anonymisierte Beispiele weiter unten)
    • Die Module „Mitteilungen“, „Aufgaben“ und „Umfragen“ verwenden lernen
    • Gebrauch des Forums
      • Ein angeleitetes Beispiel zu einem bestimmten Thema in der Schule
      • weitere Beiträge als Hausaufgabe
    • Chat und Quickmessage
      • Angeleiteter Chat in der Schule
      • Gemeinsame Quickmessage-Phase in der Schule
      • Gemeinsamer Chat zu festgesetztem Zeitpunkt als Hausaufgabe
  • Besuch bei den „Grossen“ (s. Fotos)
    • Velotour von der Primarschule Egg in Frenkendorf zur Sekundarschule Fröschmatt in Pratteln und retour
    • Aufenthalt mit Gruppenaktivitäten, Feedback (s. Fotos) und Zvieri
      • Feedback in den Klassen
    • Im Unterrichtsgespräch
    • Im Forum und in Umfragen

Begleitung

  • Wichtig ist, dass im „educanet2-Trog“ immer wieder frisches Futter zu finden ist:
    • Persönliche Mails mit Lob, Fragen und Kritik
    • Umfragen zu laufenden Arbeiten
    • Mitteilungen, auch für Eltern
    • Aufgaben
    • Quickmessages an andere Mitglieder
  • Regelmässiger Austausch im Gespräch begünstigt die Arbeitsqualität.
    • „Schaut her, das kann ich schon!“
    • „Aha, die anderen haben auch Schwierigkeiten!“
    • „Was, Du kannst mir bei diesem Problem helfen? Super, danke!“
    • „Gut, dass Du das sagst. Das hätte ich vergessen!“

Lernkontrollen

Eine Lernkontrolle im Sinne eines identischen Tests für alle mit summativer und vergleichender Bewertung führten wir nicht durch.

Es gab aber für alle intensive Einzelkontrollen mit individueller qualitativer Bewertung der Arbeit an den Texten, also im Bereich Deutsch.


 Umstyyge bitte! Schulübergreifende Kontakte mit ICT | Kathrin Rentsch (BL), Jürg Jenni (BL)