Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2004/2005
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Tsunami - Einbettung aktueller Themen in den Unterricht


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UNTERRICHTSEBENE
Zusammenfassung   

In einer ersten Unterrichts-Sequenz wird das Thema aufgegriffen und der aktuelle Wissensstand der Lernenden grob eruiert. Mit Hilfe von Mind-Mapping werden die verschiedenen Aspekte (Teilbereiche) des Themas erarbeitet.

In der Folge werden zwei Wege der Weiterarbeit (Steuerung durch die Lernenden / Steuerung durch die Lehrperson) aufgezeigt, welche schlussendlich zur Bildung von Interessengruppen führen.

Ziel ist es, dass die Lernenden nach der Arbeit in den Interessengruppen ihre Arbeiten entweder als Gruppe vor der Klasse oder als Einzelperson in einer Expertinnen- / Experten-Gruppe (Puzzle-Methode) präsentieren.

Schulstufe und -jahr 

  • 7. – 9. Schuljahr  (gemäss Beispiel "vordefiniert"*)
    *siehe Unterrichtseinstieg_vordefiniert.doc
  • 4. – 9. Schuljahr         ("offene" Variante oder angepasste vordefinierte Variante)

Fachbereiche

GEOGRAFIE:

Bestimmen der Kontinente, Länder
Plattentektonik und Tsunami

  • weitere Ideen: Klimazonen, Zeitzonen, Bevölkerungsgruppen,
    Religionen, Minderheiten, Demographische Verteilung, Lebensweise der Völker, Sozialstrukturen


WIRTSCHAFT:
Tourismus

  • weitere Ideen: Wirtschaftsdaten und Vergleich mit der Schweiz,
    Verteilung in den drei Wirtschaftssektoren, Rohstoffe, Industrien, Industrieländer - Schwellenländer - Entwicklungsländer

DEUTSCH:
Recherche und Leseverständnis
Präsentation eines Themas

  • weitere Ideen: Medien und Vergleich von Medien, Interviews, Kurzbeiträge als Film oder Hörspiel, Diskussionen und Leiten von Diskussionen

POLITIK:

Organisation der Humanitären Hilfe der Schweiz (SRK, Deza, Glückskette, etc.) Massnahmen und Organisation des Bundes

Bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit, globales Denken

  • weitere Ideen: Staatssysteme und Regierungsformen, Konflikte und Konfliktparteien

GESCHICHTE:

Wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit
Entstehung und Wachsen von Organisationen
Pioniergeist

  • weitere Ideen: Kriege, Bezug zu Europa und der Schweiz

INFORMATIK:

Internet als Informationsquelle

  • weitere Ideen: Einrichten und Erarbeiten von Foren zum aktuellen Thema, Einrichten und Erarbeiten von Chats zum aktuellen Thema

 BIOLOGIE/GESUNDHEIT:

Medizinische Hilfe

  • weitere Ideen: Seuchengefahr, Lebensräume (Land und Wasser)

Lernziele  ICT-spezifisch

  • Die Lernenden können im Internet zu einem bestimmten Thema recherchieren und relevante Informationen erkennen, verstehen und ihre Erkenntnisse in geeigneter Form für eine Präsentation umsetzen.
  • Je nach Kompetenzen der Lernenden wird die Einbindung von ICT bei der Präsentation erwartet.

Präsentationstechniken/Deutsch

  • Die Lernenden präsentieren nur Inhalte, welche sie auch selber verstehen und erklären können. Das heisst, sie übernehmen nur verstandene, reflektierte (Web)-Inhalte.
  • Die Lernenden präsentieren selbstsicher und grösstmöglich frei, mit primärem Kontakt zum Publikum.

 Allgemein

  • Durch das Verfolgen von aktuellen Weltgeschehnissen entwickeln die Lernenden Interesse an geografischen, geschichtlichen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründen und Zusammenhängen.

Verwendete Medien, ICT     

Internet, CD-Rom, Video
Lexika, Wörterbücher, Atlas

  • weitere Ideen: Fernsehen/Radio (Nachrichten, Sondersendungen),
    Zeitungen, Software

Methodisch-didaktisches

Die Lernenden werden dort abgeholt, wo sie im Moment stehen. Sie werden von Anfang an in die Unterrichtsgestaltung eingebunden.

Bei der offenen Variante der Weiterführung wird den Lernenden mehr Steuerungskompetenz zugewiesen. In der Phase der Gruppenarbeit müssen die Lernenden selbstständig und selbstorganisiert arbeiten. Der Lehrperson fällt eine Betreuungsrolle zu. Sie nimmt sich eher zurück und steht als Ansprechperson zur Verfügung. Die zeitlichen Ressourcen (Arbeitszeit in der Schule) und der Präsentationstermin müssen von Anfang klar gesetzt und kommuniziert sein. Die Präsentationsform (vor der Klasse / in Expertinnen-/Experten-Gruppen) muss von Anfang an definiert sein.

Über die zu verwendenden Mittel der Präsentation sollte sich die Gruppen frühzeitig, aufgrund ihrer persönlichen technischen Ressourcen, einigen.

Ablauf                  

1. Einstiegsphase (Brainstorming, Mind-Mapping)

2. Bildung von Interessengruppen

3.a)   erarbeiten der offenen Fragen*, welche zu den "Arbeitsaufträgen" der Interessengruppen führen

oder

b)   Erteilung der vordefinierten Arbeitsaufträge** durch die Lehrperson

4. Arbeit in den Interessengruppen

5. Präsentation und Abschluss

*siehe         Unterrichtseinstieg_offen.doc

**siehe       Unterrichtseinstieg_vordefiniert.doc

Materialien     

Unterrichts-Einstieg (offen): Unterrichtseinstieg_offen.doc

oder

Unterrichts-Einstieg (vordef): Unterrichtseinstieg_vordefiniert.doc

IG = Interessengruppe / AB = Arbeitsblatt / LB = Lösungsblatt

(nur bei Variante 3b)

Humanitärer Aspekt               Dokumentnamen der Materialien                 

IG "Glückskette"                    IG_glueckskette.doc

IG "DEZA"                              IG_deza.doc

                                               Video "Solidarität leben..." (DEZA)*

IG "SRK"                                IG_redcross.doc

Medizinischer Aspekt

IG "MSF"                                IG_msf.doc

Geographischer Aspekt

IG "Betroffene Länder"          IG_betroffenelaender.doc

IG "Plattentek. + Tsunami"    IG_plattentektonik_tsunami.doc

                                               AB_DefinitionTsunami.doc

                                               LB_DefinitionTsunami.doc

                                               AB_Tsunami-NormWelle.doc          

                                               LB_Tsunami-NormWelle.doc          

                                               AB_Lueckentext.doc

                                               LB_Lueckentext.doc

  CD-Rom (selber brennen - siehe U-Material)

Geschichtlicher Aspekt

IG "Flutkatastr. in der Gesch."          IG_FlutkatastrophGeschichte.doc                      

Gesellschaftlicher Aspekt

IG "Tourismus“                       IG_tourismus.doc

*Das Video ist eine zusätzliche Hilfe. Die Aufgabe ist aber auch ohne lösbar.

Lernkontrolle      

Präsentationen der Interessengruppen

  • weitere Ideen: zusätzlich könnte jede Interessengruppe selber eine Anzahl Kontrollfragen formulieren, mit welchen dann eine Lernkontrolle durchgeführt werden könnte.

Wissenstest mittels HotPotatoes


Tsunami - Einbettung aktueller Themen in den Unterricht | Louis Degen (BL), Sibylle Klay (SO), Rémy Ischi (SO)