Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2004/2005
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Abenteuerinsel


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SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das pädagogische Szenario „Schatzinsel“ wurde als Anschlussarbeit an das Szenario Abenteuerinsel geplant und durchgeführt. Lagen beim ersten Szenario „Abenteuerinsel“ die Prioritäten auf dem freien, kreativen Schreiben von Texten, so wurden die Schwerpunkte im Folgeszenario auf naturwissenschaftliche Inhalte gesetzt.

Die Kinder fanden ohne erneute Einführung raschen Zugang in die Inselwelt von Stefanie und Frederick. Aus den Erfahrungen von der Abenteuerinsel befürchteten einige schreibschwächere Kinder erneute hohe Anforderungen. Als sich herausstellte, dass die Schwerpunkte auf Kartenlesen und Naturkunde lagen, schwanden die Ängste und machten freudigem Engagement Platz.

In der dritten Klasse bereiteten die Wegbeschreibungen nach einer sorgfältigen Einführung des Kompasslesens keine grösseren Schwierigkeiten. Das Bildermalen wurde durch das Wissen der späteren Publikation im Internet umso motivierter angegangen.

Erschwerend wirkten die verschiedenen Betriebssysteme und Computergenerationen, welche den Datenaustausch erheblich behinderten. In der Umsetzung für das dritte Schuljahr wurde aus Gründen der Differenzierung bewusst auf technische Zusatzfunktionen verzichtet. Damit hielt sich der Aufwand für alle in durchführbaren Grenzen. Das Szenario ist gut wiederholbar.

In der vierten Klasse wurde zusätzlich Wert auf interaktive Fehlerkorrekturen gelegt, welche die Kinder selbstständig erarbeiteten. Mit dieser Aufgabe waren schwächere Kinder teilweise überfordert. Daraus erfolgte ein hoher Korrekturaufwand, welcher durch Schülerinnen, Schüler und Lehrer geleistet werden musste.

Die technische Umsetzung auf Dreamweaver stellte hohe Anforderungen an die Lehrperson. Die zahlreichen sinnvollen ICT-Funktionen wurden durch Kompatibilitätsschwierigkeiten von verschiedenen Browsern teilweise wieder zunichte gemacht. Positiv fiel auf, wie Mädchen und Knaben zielorientiert zusammen arbeiteten und ihre individuellen Stärken einbringen konnten.  Das immer wieder gehörte Vorurteil, dass Knaben die „Maushoheit“ erobern, konnte nicht bestätigt werden:  Mädchen waren gleichberechtigte Partnerinnen.

Der grosse Stolz der Kinder auf die geleistete Arbeit brachte die Augen zum Leuchten, als sie das ganze Abenteuer in Gruppen nachspielen durften. Die freiwillige Hausaufgabe, das Projekt mit den Eltern durchzuspielen, fand grossen Anklang.

Wir haben unser Ziel erreicht, ein abgeschlossenes und innovatives Produkt zusammen mit Primarschülerinnen und -schülern zu realisieren, welches ohne eine Flut von Arbeitsblättern auskommt.


Abenteuerinsel | Christoph Frei (BL) , Andreas Saladin (BL)