Nomen erkennen
Meistens ist es nicht schwierig, die Nomen zu erkennen. Wenn du nicht sicher bist, kannst du die Nomen-Probe anwenden.
Bei Unsicherheiten hilft dir das Wörterbuch weiter. Dort steht bei jedem Nomen, welches grammatikalische Geschlecht es hat.
Es gibt einige Spezialfälle, bei denen es oft recht schwierig ist, zu entscheiden, ob ein Wort ein Nomen ist oder nicht.
Wenn Verben zu Nomen werden
Manchmal werden Verben wie Nomen verwendet und dann gross geschrieben:
Das Basteln macht mir Spass. Ich habe Freude am Basteln.
Wenn Adjektive zu Nomen werden
Manchmal werden Adjektive wie Nomen verwendet und dann auch gross geschrieben.
Wir haben etwas Schönes erlebt. Das Schönste kommt erst noch.
Verben erkennen
Verben sind in den meisten Fällen leicht zu erkennen. Wenn du nicht sicher bist, kannst du die Verben-Probe anwenden.
Bei Unsicherheiten hilft dir das Wörterbuch weiter. Dort steht bei den Verben, wie die Zeitformen gebildet werden.
Es gibt zwei Fälle, bei denen es nicht immer einfach ist zu merken, was zu einem Verb gehört.
Zweiwortformen von Verben
Wenn man die Verben in die grammatikalischen Zeiten setzt, bestehen sie manchmal aus mehr als einem Wort:
Ich habe gearbeitet. Wir sind fleissig gewesen.
Das Verb umfasst hier jeweils zwei Teile. Am ersten Teil kann man die Person ablesen. Der zweite Teil bleibt immer gleich. Man bezeichnet diese Verbform als Mittelwort 2.
Zusammengesetzte Verben
Manchmal werden die Verben noch auf eine andere Art in Teile zerlegt.
Er kam gestern an. Wir fahren morgen weiter.
Die Verben in den Beispielsätzen heissen „ankommen“ und „weiterfahren“. In den beiden Sätzen wird dann ein Wortbaustein vom Verb abgetrennt; er gehört aber immer noch zum Verb. Man bezeichnet diesen abgetrennten Wortbaustein als Verbzusatz.
Adjektive erkennen
Adjektive sind nicht immer leicht zu erkennen. Im Zweifelsfall kann dir die Adjektiv-Probe weiterhelfen.
Auskunft über die Adjektive findest du auch im Wörterbuch. Dort sind auch alle unregelmässigen Vergleichsformen aufgeführt.
Bei den Adjektiven gibt es einige Spezialfälle, die bei der Wortartbestimmung zu Problemen führen können:
Adjektive, bei denen es keine Vergleichsformen gibt
Manchmal versagt die Adjektiv-Probe, weil man nicht von sämtlichen Adjektiven Vergleichsformen bilden kann. Bei einigen Adjektiven ist das aus rein logischen Gründen nicht möglich.
Beispiele: leblos, viereckig, mündlich
Keine Vergleichsformen gibt es auch von den meisten zusammengesetzten Adjektiven.
Beispiele: blitzschnell, riesengross, hellgelb
Mittelwörter, die wie Adjektive verwendet werden
Mittelwörter werden eigentlich wie Adjektive gebraucht.
Wir haben Würste gebraten (Mittelwort).
Wir assen gebratene Würste (Adjektiv).
Im ersten Satz ist „gebraten“ ein Teil des Verbs. Im zweiten Satz begleitet „gebraten“ ein Nomen und wird wie ein Adjektiv verwendet. Bei einer ganz genauen Wortartbestimmung müsste man beim zweiten Satz also sagen: „gebraten“ ist zwar eine Form des Verbs (das Mittelwort von „braten“); es wird hier aber wie ein Adjektiv gebraucht.
Pronomen und Partikel werden im zweiten Teil bearbeitet!