Der zweite Teil wurde an der AGS mit zwei Klassen (LastwagenführerInnen und ZweiradmechanikerInnen/SpenglerInnen im Februar 2005 durchgeführt. Beteiligt waren insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler, welche im Beruf wenig bis gar nicht mit dem Computer in Berührung kommen. Ergebnisse:
- Die Aufgabe war für rund die Hälfte aller Teilnehmenden schwierig. Drei hatten keine eigene E-Mail-Adresse, zwei wussten ihr Passwort nicht mehr. Mit Hilfe schafften sie es, sich innerhalb von etwa 20 Minuten eine (neue) E-Mail-Adresse einzurichten.
- Das Mailen von Attachements bereitete 10 Lernenden ziemlich Mühe. Nach einer Doppellektion schafften es aber die meisten.
- Nicht alle E-Mail-Programme funktionierten auf unseren PCs zufriedenstellend. In drei Fällen (2x GMX, 1x Bluewin) wurden zwar der Text, nicht aber die Bilder angezeigt. Trotzdem meinen wir, dass es keinen Sinn macht, virtuelle E-Mail- und Attachement-Trainings zu machen. Die Lernenden lernen das rasch, wenn sie eine konkrete Aufgabe haben, welche das Mailen mit Attachement voraussetzt.
- Damit beim Einlesen wenig Probleme entstehen, ist es sinnvoll, nur Bilder zu verwenden, die maximal 20 KB gross sind. Dies vor allem dann, wenn die Daten auf Diskette gespeichert werden müssen, falls kein Server als Parkplatz zur Verfügung steht.
- Die Lernenden wirkten zum Teil reichlich gestresst, hatten aber viel Spass an der Aufgabe und haben es schliesslich alle geschafft, einen ca. einseitigen Text mit Bild abzugeben.
- Es wirkt sich für die Motivation günstig aus, wenn sich die Lehrperson ebenfalls als „Kollege“ zur Verfügung stellt und an den Texten der Lernenden mitschreibt.
- Das Suchen, Finden und Kopieren eines Bilds im Netz klappte ziemlich gut. Sechs wussten auch, wie man einen Rahmen um das Bild passt, damit man es frei im Text umher schieben kann (Symbolleiste „Grafik, dann „passend“). Den anderen wurde gezeigt, wie es geht, dann hat es auch geklappt.
- Wie wir schon bei der Abklärung „Neue Medien“ gesehen haben, halten sich die Lernenden nicht an Anordnungen im Stil von „arbeiten Sie bitte allein“. Wenn sie Probleme haben, wenden sie sich jeweils umgehend an die Nachbarin / den Nachbarn links oder rechts und holen sich Hilfe, denn sie wollen rasch weiterkommen. Das ist eigentlich gut so.
- Manche Lernenden sind es von zu Hause auch gewohnt, via Outlook oder Outlook Express zu mailen. Das funktioniert auf Schulnetzen nicht (ausserdem müsste ja zuerst die Adresse eingerichtet werden). Die Lernenden sind deshalb darauf hinzuweisen, dass Sie sich via Webmail in ihr Mailkonto einloggen müssen.