Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2004/2005
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Abklärung „Neue Medien“


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Abklärung Neue Medien (Phase 1),
Kommentar der Ergebnisse und Empfehlungen an die Schulleitung
  1. Die Schülerinnen und Schüler des Vorkurses haben signifikant schlechter abgeschnitten als ihre Kolleginnen und Kollegen, welche sich im ersten Lehrjahr einer zweijährigen Verkaufslehre befinden. Ebenso eindeutig war die 18-köpfige Klasse „Detailhandelsangestellte“ (3 Jahre Lehre) besser als die Lernenden in der zweijährigen Verkaufslehre. Der Informatik-Unterricht zeigt offensichtlich Wirkung.
  2. Einfache Suchabfragen im Internet scheinen die Schülerinnen und Schüler zu beherrschen. Bei für die Lernenden nicht ganz eindeutigen Begriffen („Modern Times“) haben bereits einige Mühe mit Recherchieren.
  3. Einfache Texte können fast alle schreiben.
  4. Einen Text verschieben können etwas mehr als die Hälfte der Lernenden.
  5. Ein E-Mail mit Attachement verschicken beherrscht man oder beherrscht man nicht. Ersteres betrifft die dreijährige Lehre, letzteres eher den Vorkurs.
  6. Auffällig war das Interesse der Lernenden, den Test gut zu lösen.
  7. Den Lernenden machte das Lösen des Tests sichtlich Spass.
  8. Es zeigten sich keine Motivationsunterschiede zwischen den Geschlechtern.
  9. Numerisch erfassen konnten wir die folgende Aussage nicht, aber beobachten: männliche Lernende hatten mehr Probleme „etwas nicht zu können“.
  10. Generell ergaben sich bei den Textverarbeitungsaufgaben viele Fehler offensichtlich dadurch, dass die Lernenden die Aufgabenstellung nicht verstanden bzw. nicht genau gelesen hatten. Schlechtes Leseverstehen führt zu schlechten Informatikkenntnis-Resultaten.
  11. Die gegenseitige Unterstützungsbereitschaft unter den Lernenden war gross, auch wenn sie offiziell nicht vorgesehen war.
  12. In Bezug aufs Textschreiben schätzen sich 2/3 der Lernenden richtig ein, in Bezug auf die Internetkenntnisse sogar ¾.
  13. Je grösser die Fähigkeiten, desto weniger überschätzen sich die Lernenden (Detailhandel).
  14. Generell ist die Fähigkeit, sich bezüglich Textverarbeitung richtig einzuschätzen, grösser als in Bezug aufs Internet.
  15. Es gab „schnelle“ Klassen und „langsame“, die den Test in unterschiedlich kurzer oder langer Zeit gelöst hatten.
  16. Ein einziger Schüler hat das Zugreifenkönnen aufs Internet missbraucht und musste das Schulzimmer umgehend verlassen; alle anderen Lernenden waren sehr diszipliniert.
  17. Viele Lernenden haben E-Mail-Adressen, die sie offensichtlich nicht richtig nutzen können.
  18. Wer keine E-Mail-Adresse hatte, war bemüht, sich mit Hilfe der KollegInnen eine solche einzurichten.
  19. Für die Testdurchführung wichtig sind störungsfreie Bürokommunikationsräume. Internet mit Wackelkontakt verfälscht das Testergebnis.
  20. Das Suchen der auf dem Server abgelegten Unterlagen machte vielen Lernenden Mühe, auch wenn der Pfad minutiös angegeben war. Die Lernenden wussten nicht, in welcher Ebene sie sich gerade befanden.
  21. Die An- oder Abwesenheit der normalerweise für den Computerunterricht zuständigen Lehrpersonen hat sich nicht auf das Verhalten der Lernenden bzw. auf die Testergebnisse ausgewirkt.


Abklärung „Neue Medien“ | Urs Hügin (BS), Barbara Steinmann (BS)