Berufsmittelschule
Erfassung des Kompetenzgewinns durch interdisziplinären Unterricht
Voraussetzung
Mindestens zwei (wenn möglich mehrere) Klassen mit gleicher Leistungsstärke und vergleichbarem Unterrichtsverhalten.
Durchführung
Beide Gruppen behandeln die Lerninhalte innerhalb der gleichen Lektionszahl parallel.
Die eine als Kontrollgruppe bezeichnete Gruppe erarbeitet den Stoff aus mathematischer Sicht in konventioneller Form.
Die andere, als Testgruppe bezeichnete Gruppe erarbeitet den Stoff in der interdisziplinären Form.
Evaluation
Die zu erwartenden Unterschiede werden in Form von Hypothesen aus psychologischen und didaktischen Ansätzen abgeleitet.
Hilfreiche Literatur:
- Heinrich Winter, Entdeckendes Lernen im Mathematikunterricht
- Heinz Jörg Claus, Einführung in die Didaktik der Mathematik
Daraus werden die Testinstrumente (Leistungstest und Fragebögen) erstellt, durchgeführt und ausgewertet.
Mögliche Störvariablen
Lehrperson-Klassen-Beziehung, unterschiedliches Vorwissen und Leistungsbereitschaft.
Evaluation der interaktiven Arbeitsblätter
In unserem Fall war eine Evaluation in der vorgeschlagenen Form aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Mit einer Klasse im zweiten Schuljahr wurde in einem Vorversuch die Wirkung von interaktiven Arbeitsblättern im Fach Mathematik zum Thema Sinuskurve evaluiert. Nicht möglich war dabei ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe. Eine Schlussfolgerung bezogen auf den Vergleich mit konventionellem Unterricht ist deshalb nicht möglich.
Erfasst werden sollten die Machbarkeit (Umsetzbarkeit im Unterricht für die Lernenden und Lehrperson), das Erfassen von Schwachstellen, der effiziente Umgang mit den interaktiven Arbeitsblättern, die Reaktionen der Lernenden und der Zeitbedarf.
Erhebungsinstrumente
Dazu wurden Interviews mit einigen Lernenden durchgeführt und die Beobachtungen der Lehrpersonen festgehalten. Am Schluss wurde der Lernzuwachs mittels Lernkontrolle erfasst.
Evaluation - Unterrichtsbesuch
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Datum:
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17. Mai 2006
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Zeit:
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7.40 Uhr 11.45 Uhr
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Lehrkraft:
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Peter Schaffner
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Besucht von:
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Angelika Pulfer
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Fach:
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Mathematik
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Klasse:
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TBM 2f (erstes Lehrjahr)
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Anzahl SuS:
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13 junge Männer
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Zeitpunkt der Nachbesprechung:
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12.00 14.00
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Thema der Lektion: Sinuskurve
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Beobachtungsschwerpunkt: Arbeit mit ICT / BSCW / Interaktive Arbeitsblätter / Gruppenarbeit, soziale Aspekte
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Fazit
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Die Planung (Zeiteinteilung Lerninhalte) liess sich problemlos nach Vorgabe durchführen, das heisst, es sind keine Anpassungen notwendig.
Die Gruppen arbeiteten aktiv, konzentriert und sehr interessiert. Auch die gegenseitige Hilfestellung in der Gruppe war ausgezeichnet, d. h. die Hilfestellung durch die Lehrperson war praktisch nicht nötig.
Die Lernkontrolle bestätigt den Lernerfolg. Die Aufgaben wurden von allen Gruppen fehlerlos bewältigt.
Beschreibungen und Schlussfolgerungen sowie das systematische Vorgehen entsprechen dem Stand des 1. Lehrjahres, d. h. sie werden in den nächsten Semestern weiter geschult.
Der Einsatz von Computer und BSCW weckte das Bedürfnis nach vermehrtem Einsatz solcher Plattformen, nach vermehrtem Einsatz interaktiver Arbeitsmöglichkeiten (auch in verschiedenen Fächern) und nach Ausbau der BSCW-Plattform (Forum usw.).
Unser Eindruck war, dass der Lernprozess sich sehr effektiv und aktiv entwickelte und einen entsprechenden Lernerfolg bewirkte. Dies bestätigte sich eindeutig im Feedback der Lernenden.
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Anregungen: keine
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Unterrichtsprotokoll zu Evaluation
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Unterrichtsschritte
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Beobachtungen, Interpretationen, Hinweise
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7:40
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Einrichten der Computer und Laptops. Begrüssung durch P. Schaffner. Erklären der Bedeutung der Arbeit.
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Ruhige, interessierte Gruppe, etwas müde
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8:00
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Einführung in edubs-BSCW
Einloggen, Aufgabenfinden, Herunterladen, Ausdrucken
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Alle SuS loggen sich ein, öffnen die interaktiven Arbeitsblätter, drucken sie aus
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8:20
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Erklären der Aufgaben durch durch P. Schaffner
Aufgabenverteilung in der Gruppe.
10 Min. Zeit für die Aufgabe
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Zeiten werden den SuS genannt und an der Tafel notiert
10’ Tabelle
10’ Werte austauschen
15’ Übertrag / Diskussion / Resultate
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8:25
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Start der Gruppenarbeit
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Die SuS arbeiten selbständig, diskutieren, sind interessiert.
Gute Zusammenarbeit. SuS fragen nach weiteren Arbeitsblättern.
Arbeit mit interaktiven Arbeitsblättern funktioniert gut.
P. Schaffner erklärt interaktive Arbeitsblätter auf Nachfrage einzeln. Die SuS benutzen Computer, Grafikrechner, Kurvenlineal, ausgedruckte Arbeitsblätter.
Gruppen tauschen sich auch untereinander aus.
Ab und zu Hinweise von P. Schaffner bezüglich Zeit.
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9:05
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Beginn der Pause für Einzelne (bis 9:30)
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Gruppe Rot leistet nicht so gute Zusammenarbeit. Die Gruppe braucht etwas länger, bis ca. 9:15.
Die Resultate und die Art der Zusammenarbeit hängen sehr stark zusammen.
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Unterrichtsprotokoll zu Evaluation
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Unterrichtsschritte
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Beobachtungen, Interpretationen, Hinweise
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9:30
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Aus Pause zurück
Präsentation bis 9:45
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Jede Gruppe präsentiert ihre Ergebnisse. Zeit je ca. 5 Minuten
Gr. Weiss: Super präsentiert.
Gr. Rot: Arbeitsblatt nicht so sorgfältig. Erklärung okay; techn. Probleme mit Laptop
Gr. Gelb: Erklärung ok. Etwas unsichere Präsentation. Die anderen stellen interessiert Fragen.
Gr. Blau: Freie Erklärung ohne Blick auf die Folie. Gut erklärt.
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9:45
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Zusammenfassung durch P. Schaffner
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Computer will wieder nicht. SuS bei Zusammenfassung etwas müde.
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9:55
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Erfolgskontrolle Teil 1
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Gruppenarbeit (Vierergruppen in neuer Zusammensetzung). Platzwechsel sehr diszipliniert. Jetzt sind es drei Gruppen. Empfehlung: Innerhalb der Gruppen arbeiten je 2 zusammen.
15’ Analyse zu zweit
10’ alle zusammen, Diskussion der Ergebnisse
10’ für Vorbereitung Präsentation
Zwischenfragen werden beantwortet. P. Schaffner hilft Einzelnen.
Die Klasse ist sozialkompetent. Gute Arbeitsatmosphäre. Ruhige Diskussionen zum Thema.
Zeitplanung pro Sequenz ist realistisch. Auch die „Langsamen“ kommen zu einem Ergebnis.
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10:25
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Früher fertige SuS gehen in die Pause
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10:27
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Alle SuS haben ihre Arbeiten abgegeben und sind in der Pause ausser 2 SuS, die noch länger arbeiten (bis 10:35).
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Unterrichtsprotokoll zu Evaluation
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Unterrichtsschritte
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Beobachtungen, Interpretationen, Hinweise
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10:45
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Präsentation
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Alle Gruppen präsentieren die Ergebnisse. Sie haben die Thematik verstanden.
Die Vorgehensweise war überall korrekt.
Die Endergebnisse wurden vernetzt dargestellt.
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11:05
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Hinweise zur Arbeit mit BSCW
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Erklären des Vorgehens des Hochladens der Ergebnisse ins BSCW
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11:10
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Vorbereitung der Reflexion
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Erklärung der einzelnen Punkte, die auf den Flipcharts notiert werden sollen. Verteilen von Material
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11:15
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Eintragen Feedback auf vorbereitete Blätter
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Vorgabe bis 11:35 für Einträge.
Beantwortung von Zwischenfragen
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11:35
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Posten und Erläutern der Beiträge
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Die SuS erklären ihre Beiträge einzeln.
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Stimmen der Lernenden nach der Unterrichtseinheit vom 17. Mai. 2006
- Der Lernfortschritt war gut. Man bringt es sich gegenseitig bei. Gute Idee.
- Fragen wurden geklärt, Hilfestellungen waren grösstenteils nicht notwendig.
- Durch die Erklärungen von den Kollegen könnte ich es nun auch selbst weitergeben.
- Es war eine eher lockere Atmosphäre, aber trotzdem angemessen.
- Man könnte dieses Verfahren mehr anwenden.
- Highlight: Das Arbeiten mit dem PC fand ich eine gelungene Abwechslung.
- Die Arbeit mit dem Computer war eine sehr gute Methode. Auch das gegenseitige Weitergeben.
- Man konnte das Thema auf diese Weise sehr gut lernen.
- Man konnte es sich auch sehr gut bildlich vorstellen.
- Wenn man Hilfe brauchte, gab es genug Ansprechpersonen. Man konnte den Lehrer, den Partner oder einen anderen Schulkameraden fragen. Ein Problem konnte mir sehr gut erklärt werden.
- Die Atmosphäre war mir sehr angenehm.
- Ein Highlight war, dass man sehen konnte, wie sich die Kurve verändert.
- Ich habe Mühe, die Konstruktion in Worte zu fassen.
- Ich war heute viel aktiver als früher.
- Die Arbeit mit dem Internet ist ein Highlight.
- Direktes Ausfüllen der Arbeitsblätter im Netz wäre toll.
- Schön wäre auch ein Forum auf edubs.
- Die interaktiven Arbeitsblätter waren ein Highlight.
- Das Internet und die interaktiven Arbeitsblätter sind eine gute Idee.