| Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004 www.2bits.ch | www.edubs.ch Neue-Medien-Kompetenz |
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2.1. Schlüssel zur Informationsgesellschaft 2.2. Neue Medien 2.3. Kompetenzen 2.4. Kompetenzbereiche 2.5. Kompetenzerwerb 2.1 Schlüssel zur Informationsgesellschaft Unsere Gesellschaft hat zwei wichtige Aufgaben zu lösen. Einerseits unterliegt sie permanent den allgemeinen Trends von Globalisierung und Differenzierung, auf die mit Strukturreformen reagiert wird, welche Flexibilität und Innovation fördern sollen. Andererseits ist die Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenz der Menschen der entscheidende Faktor dafür, ob technologisches Wissen bzw. Daten zu verwertbaren Informationen und Wissen werden. Die Entwicklung und Förderung der Kompetenz zum Aufsuchen, Auswählen, Verarbeiten, Werten und Einordnen jeweils relevanter Informationen und der Fähigkeit zur Umsetzung des in der Form erarbeiteten Wissens in wirksames Handeln wird zum entscheidenden Bildungsziel. Nicht nur zur zukünftigen Schaffung von Chancengleichheit und Vermeidung von Formen der Ausgrenzung ist die Entwicklung von Medienkompetenz aller Gesellschaftsmitglieder notwendig, sondern ebenfalls zum wirtschaftlichen Wachstum und der Förderung von Beschäftigung bzw. zur Erhaltung und Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit im Zuge des Übergangs von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. 2.2.1 Traditionelle und Neue MedienEin einheitliches Verständnis des Begriffs "Neue Medien" lässt sich in der Fachliteratur nicht ausmachen. Während einige Autorinnen und Autoren davon ausgehen, dass es sich hierbei um weiterentwickelte 'traditionelle' Medien handelt, sprechen andere von einer echten Neuartigkeit der Neuen Medien. Eine uns sympathische Definition lautet, Neue Medien seien „alle Verfahren und Mittel, die mit Hilfe digitaler Technologie, also computerunterstützt, bislang nicht gebräuchliche Formen von Informationsverarbeitung, Informationsspeicherung und Informationsübertragung, aber auch neuartige Formen von Kommunikation ermöglichen."[1] Wir betrachten demnach mit Bollmann "Neue Medien" als diejenigen Medien, die sich der digitalen Technologie bedienen und historisch gesehen in den letzten 10 bis 20 Jahren hinzugekommen sind. Dabei umfasst der Begriff „Neue Medien“ die Tele- und Mediendienste, die im Bereich elektronischer Dienstleistungen als Kommunikationsmittel angeboten werden. Diese Kommunikation erfolgt über Computer-, Mobilfunk-, Satelliten-, Datenverarbeitungs- und Nachrichtentechnik. Kommunikation als wesentlicher Bestandteil sozialer Existenz hat sich im Laufe der Zeit in ihrer Form verändert; durch die Digitalisierung, das heisst die Umwandlung von Daten und Sprache in binär kodierte elektronische Signale, ist der Möglichkeit zur Kommunikation nahezu keine Grenze mehr gesetzt. Das Internet als Kommunikationsnetz in Form eines weltweiten Verbundes von Computernetzwerken und Rechnern hat dabei heute die bedeutendste Stellung. Traditionelle und Neue Medien können wie folgt unterschieden werden:
Abb. 1 Traditionelle und Neue Medien und deren Aufgabenbereiche Die aktuelle Medienpädagogik definiert im Hinblick auf Medienkompetenz Kompetenzbereiche, die meist mit den Begriffen „Mediennutzung“, „Mediengestaltung“, „Medienanalyse“ und „Medienkritik“ umschrieben werden. Diese Kompetenzbereiche finden sowohl bei den traditionellen wie auch bei den Neuen Medien ihre Anwendung (vgl. 4 Kompetenzbereiche). 2.2.2 Verschmelzung der Neuen MedienNeue Medien als solche zu deklarieren ist ein schwieriges Vorhaben und wird es wohl auch in Zukunft bleiben, „alte“ Neue Medien verschmelzen zu einer für das „normale“ Benutzerprofil nicht differenzierbaren Einheit (z.B. Computer und Internet). Dies ist nicht nur ein erklärtes Ziel der Technologie-Entwickler, sondern eine Entwicklung, die von Millionen von „Userinnen" und „Usern“ gewünscht wird. Die aktuellen, für das „normale“ Benutzerprofil zugänglichen Neuen Medien sind bezogen auf ihre historische Entwicklung wie folgt darstellbar:
Abb. 2 Die aktuellen Neuen Medien (Stand Mai 2004)
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Neue-Medien-Kompetenz | Christian Graf (BS) und Urs Thiede (BS) |
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