| Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004 www.2bits.ch | www.edubs.ch Neue-Medien-Kompetenz |
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Die Neuen Medien darunter verstehen wir heute vor allem die Kombination von Computer und Internet dringen in alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche vor, verändern unsere Lebens- und Arbeitswelt und beschleunigen in einer vorher nicht gekannten Geschwindigkeit die Globalisierung der Märkte.
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Schweiz hat in den vergangenen Jahren ständig abgenommen. Die Produktivität vorab die Arbeitsproduktivität ist im internationalen Vergleich in den hinteren Rängen. Unser Land hinkt in der Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien der internationalen Konkurrenz hinterher. Da die Schweiz immer noch eines der reichsten Länder der Welt ist, hat sich eine Bequemlichkeit eingestellt, die unserer Meinung nach die Leistungsbereitschaft beeinträchtigt. Letztere aber ist die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs. Der Einsatz neuer Technologien und die persönliche Einsatzbereitschaft sind wesentliche Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand eines Landes. Der Grundstein für beides wird bereits bei der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen gelegt. Der Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung befindet sich in einer Phase tief greifender Veränderungen und auf dem Weg zur wissensbasierten Gesellschaft einer Gesellschaft, in der lebenslanges Lernen eine zentrale Rolle spielt. Personen, die keinen Zugriff auf Computer oder Internet haben, oder die damit nicht zurechtkommen, sind schon heute benachteiligt. Der Computer, das Internet Der Schlüssel zur Informationsgesellschaft „Die Schule hat die Pflicht, die Kinder auf berufliche Anforderungen vorzubereiten. Demnach ist eine Vorbereitung auf ein Leben mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und ein Hinführen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit diesen, eine grundlegende Aufgabe der Schule. Es wäre fahrlässig, diesen Teil der Ausbildung aus dem allgemeinen Bildungsauftrag der Schule auszugrenzen (...).“[1] In der Definition des Begriffs „Information and Communication Technology“ (ICT)[2] und der ihr nachfolgenden Beschreibung drückt sich in mehrerer Hinsicht ein Wandel aus:
Insbesondere bei der Nutzung der Neuen Medien stellen sich im medienerzieherischen Zusammenhang über den Nutzwert der Neuen Medien für den fachspezifischen Bereich hinaus Fragen von individueller und sozialer Relevanz:
Wir dürfen das Lernen mit Neuen Medien und das Lernen über Neue Medien nicht nur als eine Schlüsselqualifikation unserer Gesellschaft definieren. Die notwendige Schlussfolgerung muss vielmehr heissen: Die Medien-Kompetenz muss als eine Basiskompetenz in der Diskussion um die Bildungsstandards einfliessen. Neben Lesen, Schreiben und Mathematik müssen Lernende sinnvoll mit Computer und Internet umgehen können. Die Neue-Medien-Kompetenz muss auch zu den Qualifikationen gehören, die die Schülerinnen und Schüler in den Schulen erlernen müssen. Den verantwortungsvollen Umgang mit Computer und Internet zu lernen ist heute eine Mindestanforderung an das Qualifikationsprofil unserer Lernenden. Damit kann die Gefahr einer digitalen Kluft, einer digitalen Ungleichheit der Heranwachsenden gebannt werden. Die Schule ist der richtige Ort, diese Schlüsselkompetenzen zu vermitteln damit alle die gleichen Chancen erhalten, und dies unabhängig von den ökonomischen Möglichkeiten der Eltern.
[1] Vernehmlassungspapier: Arbeitsgruppe ICT-Konzept, Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Ressort Schulen, Pädagogisches Rahmenkonzept für die Volksschulen von Basel-Stadt im Bereich ICT (Information- and Communication Technologies), Basel, November 2003 à ‚Quellen’ |
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Neue-Medien-Kompetenz | Christian Graf (BS) und Urs Thiede (BS) |
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