Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006
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Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule


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METHODISCH-DIDAKTISCHES VORGEHEN

Unterrichtsebene

Die ICT-Geräte dienen der Individualisierung im Unterricht. Die Vorteile liegen klar in den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Bestechend sind  auch die Individualisierungs-möglichkeit und den flexiblen Einsatz. Selbst die Arbeit mit neuen Medien motiviert an sich. So ergeben sich auch neue Lernsituationen und Lernarrangements.

Im folgenden Projekt untersuchen wir die Eignung und die Auswirkungen auf das Lernverhalten (in- und ausserhalb der Schule) und die Förderung der Selbstkompetenz.

Schulstufe und –jahr

MSP, 6. Primarschule Fachbereich

Wir haben bereits zu allen an der Primarschule unterrichteten Fächern Einsatzmöglichkeiten oder Knüpfpunkte gefunden[1].

Lehrplanbezug

Der Einsatz von ICT-Geräten ist im Lehrplan (Kt.SO) nicht verankert. Im Zusammenhang mit erweiterten Lernformen und offener Unterrichtsgestaltung bieten sich Computer und andere multimediafähige Geräte an. Individualisierung und Flexibilität im Unterrichtssetting sind dabei wichtige Voraussetzungen.

Gefördert werden in der Arbeit mit ICT-Geräten auch massgeblich Selbstkompetenz und am Rande die Sozialkompetenz (Gruppenarbeiten, Projektarbeiten,…)

Lernziele

  • Die Lernenden setzen im Unterricht persönliche ICT-Geräte ein. Persönlich meint, dass das Gerät vom Gebrauch her nicht allen zur Verfügung gestellt wird, sondern es bleibt mehrheitlich in der Hand des Lernenden. So kann es auch nach Hause genommen werden.
  • Die Lernenden setzen ihr persönliches ICT-Gerät in verschiedenen Fächern ein.
  • Zu jeder durchgeführten Unterrichtsskizze wird eine Auswertung (Rückblick) erstellt. Ein besonderes Augenmerk gehört dem Mehrwert.
  • Die Unterrichtsskizzen sind dokumentiert (inkl. Lernziele, Lernplanbezug und Voraussetzungen) und ausgewertet.
verwendete Medien, ICT
  • 22 Palm Zire 72s (Kamera, Mikrofon und Kopfhörerausgang, Speicherkarte, Bluetooth), Standardsoftware plus Sheet to go und Documents to go
  • 5 Tastaturen
  • 5 Schulcomputer zur Synchronisation
  • 1 Drucker
technische Voraussetzungen

Am besten eignen sich Geräte, die multimediafähig sind. D.h. sie können mp3-Dateien abspielen, Sprachaufnahmen (mit internem od. externem Mikrofon) erstellen, Fotos erstellen und Dateien speichern. Interessant in diesem Zusammenhang sind Handhelds, welche über die oben erwähnten Eigenschaften verfügen[2].

methodisch-didaktisches Vorgehen

Als wichtige Voraussetzung ist der geübte Umgang mit den Arbeitsgeräten. In unserem Szenario haben wir Handhelds eingesetzt. Wichtig ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler sein eigenes Gerät hat, das er gut kennt und zuverlässig bedienen kann. Dadurch wird ein grosses Ausmass an Flexibilität und Individualisierung erreicht. Das Unterrichtssetting kann demzufolge sehr unterschiedlich ausfallen.[3]

  • offener Unterricht
  • Gruppenunterricht
  • Arbeitsplan
  • Postenarbeit, Werkstattunterricht
  • Klassenunterricht im Plenum (Frontalunterricht)
Der Lehrinhalt kann dank der persönlichen Arbeitsgeräte individuell (Tempo, Niveau) und meist örtlich unabhängig vermittelt werden. Nicht ausser Acht lassen darf man die Möglichkeit, schulischen Lernstoff zuhause weiterbearbeiten zu lassen.

zeitlicher Ablauf

Das Szenario wurde in verschiedenen Unterrichtsskizzen in mehreren Fächern realisiert.

Lernkontrolle
  • Benotete Test mit dem persönlichen ICT-Gerät wurden keine durchgeführt. Lernkontrollen finden mit der Arbeit automatisch durch die Lernenden selber statt.
  • Hörverstehen: Die Lernenden kontrollieren ihre notierten richtigen Aussagen.
  • Foto-OL: Am Schluss des OLs kontrollieren die Schüler und Schülerinnen mit ihren Fotos, ob sie die richtigen Posten fotografiert haben.
  • Rechtschreibung: Das Wortlistenblatt kontrolliert die Lehrperson, die Kontrolle der Zusatzblätter erfolgt individuell.
  • Sprachlabor: Die Lernenden überprüfen in Eigenverantwortung ihre Aussprache der französischen Wörter.

[1] siehe „Ideenkatalog“
[2] siehe auch „Praxisbericht: PalmZire 72 s“
[3] Siehe auch „Ideenkatalog“

Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule | Nadine Stüber (SO), Thomas Strähl (SO)