Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006
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Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule


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UNTERRICHTSSKIZZE MUSIK-STILRICHTUNGEN

Datum:           2. Mai 2006

Name:                       Thomas Strähl

Fach:              Musik, Stilrichtungen

Klasse:          6. Klasse

Ort / Schulhaus:     Wangen bei Olten

1.) Thema

Musik-Stilrichtungen, Rhythmen und Instrumente erkennen

2.) Lehrplanbezug

Lehrplan für die Volksschule, Kapitel 7, Musik, 5./6.Klasse:

  • Musikkunde: Musikgattungen und zugehörige Instrumente erfahren und kennen lernen:
    - Eigenheiten und typische Merkmale charakteristischer Musikarten beschreiben.
    - Blas-, Streich-, Tasten- und Schlaginstrumente ihren Familien zuordnen.
    - Verhaltensweisen: vergleichendes Hören, Strukturen erkennen, Eigenarten und Feinheiten feststellen.
    - Musikübung: spielen, nachahmen.

3.) Ziele

  • Die Schülerinnen und Schüler können die Musikstile Hip-Hop, Rock’n’Roll, Klassik, Blues, volkstümliche Musik, Techno voneinander unterscheiden.
  • Sie kennen die wichtigsten Instrumente der Musikstile.
  • Sie können einen Rhythmus nachklatschen und mit dem Notenbild darstellen.

4.) Voraussetzungen

  • Hip-Hop, Rock’n’Roll, Klassik, Blues, volkstümliche Musik, Techno kennengelernt haben.
  • Rhythmen mit Notenbild kennen.
  • Instrumente (elekt.Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, Violine, Klarinette, Cello, Kontrabass) kennen.

5.) Verlauf

Dauer: 1 Lektion (Einführungslektion)

5’

Einstieg: Body-Percussion, Rhythmen kennen lernen

5’

CD mit verschiedenen Stilrichtungen hören (Audiodatei „Stile“)

5’

Sammeln von bekannten Stilrichtungen (Klassengespräch)

10’

Instrumente benennen – den Instrumentengruppen zuteilen

Sozialform: Plenum

20’

Postenarbeit:

  1. Musikausschnitte anhören und Stil zuordnen
  2. Instrumente (Klangbeispiele) erkennen
  3. Instrumente (Aussehen) erkennen (Memory Spiel)
  4. Rhythmus mit Rhythmuskärtchen nachbauen
  5. Rhythmus nachspielen (Schlaghölzer)
  6. Rhythmenfolge bestimmen

Zusatz: Lückentext „Rockmusik.doc“ oder „W_A_Mozart.doc“ lösen

Sozialform: 3er Gruppen

6.) Mehrwert

  • Der Mehrwert liegt darin, dass sich die Schülerinnen und Schüler Klangbeispiele und Musikausschnitte mehrmals hintereinander anhören können (individuelles Lerntempo).
  • Eine Audiodatei ist örtlich und zeitlich sehr flexibel einsetzbar. Des Weiteren braucht es wenige technische Voraussetzungen, damit sie gezielt eingesetzt werden kann. Mp3-fähige Player sind leicht aufzutreiben (CD-Player, Laptop, Desktop oder Mp3-Player).
  • Sich einen Rhythmus anhören – ihn selber spielen – als Kontrolle noch einmal sich anhören und vergleichen – dieses Setting fördert autonomes Lernen mit Selbstkontrolle (Posten 5).

7.) Rückblick

Didaktisch / pädagogisch / methodisch

  • Der Einstieg mit Body-Percussion im Kreis ist sehr anregend. Die Kinder setzen sich mit Musik (v.a. Rhythmus und Bewegung) praktisch auseinander. Anfängliche Hemmungen verfliegen rasch und machen einem engagierten Miteinander Platz. Solche Momente geben Gemeinschaftssinn und Zusammengehörigkeitsgefühle – wichtige Wirkungen der Musik.
  • Da alle miteinander beteiligt sind, fallen einzelne Kinder nicht auf. So stehen nicht die Schwierigkeiten sondern die gemeinsame Aktivität im Zentrum.
  • Die Schüler und Schülerinnen kennen sich in verschiedenen Stilrichtungen aus, obwohl ihr persönlicher Musikkonsum dem Alter entsprechend vorwiegend im Bereich des Hip-Hop liegt. Am wenigsten bekannt ist die volkstümliche Musik (inkl. deren Instrumente). Schwierigkeiten boten höchstens die Unterscheidung von Cello und Kontrabass sowie die Bezeichnung der Violine (Violine oder Geige).
  • In der Postenarbeit macht die Klasse sehr gut mit. Dank der grossen Verfügbarkeit der Mp3-Dateien gibt’s überhaupt keine Wartezeiten. Die Postenbeschreibungen werden gut verstanden, da sie deutlich Auskunft darüber geben, wo die Audiodateien zu finden sind (präzise Ordner- und Dateinamen).
  • Die gewählte Sozialform (3er-Gruppe) bewährt sich. Es finden gegenseitige Hilfestellungen aber auch Kontrollen statt.
  • Die Vorbereitungen für diese Lektion sind recht aufwändig. Ins Gewicht fallen v. a. die Zusammenstellung der Audiodateien und die Bereitstellung der Hilfsmittel (Memory, Lückentext, Laufblatt, Postenbeschrieb). Die örtliche Organisation (wo welche Audiodatei) muss gut durchdacht sein.
  • Von den sechs Posten konnten nur etwa 2-3 Posten in der Lektionszeit gemacht werden. Hier bietet sich eine Folgelektion an, in der dann auch die Zusatzarbeit (Lückentexte) zum Einsatz kommen kann.

Bilanz:

  • Die Lektion bietet jedem Kind etwas, weil sie auf verschiedenen Ebenen angesprochen (kognitiv, sozial, enaktiv) werden. Sachinhalte (Instrumentenkunde, Rhythmus) werden so vermittelt, dass etwas Neues gelernt oder schon Bekanntes repetiert werden kann.
  • Die oben beschriebene Mehrwertsituation kommt voll zum Tragen.

8.) Organisation / Setting

Technische Voraussetzungen:

  • Audio-Dateien mit den Hörbeispielen (mp3) sind vorhanden.
  • Genügend Abspielgeräte, damit an den Posten keine Wartezeiten entstehen.
  • Wir haben diese Übung mit Handhelds durchgeführt.
    Was in der Arbeit mit PDA zu beachten ist:
  • Die mp3-Dateien lassen sich nicht mit Bluetooth versenden. Hier haben wir eine andere Dateientauschsoftware (QuickInstall für Palms) eingesetzt.

Jeder Posten ist in dreifacher Ausführung bereit. So können lästige Wartezeiten vermieden werden.

Die Posten sind im Schulzimmer und im Schulhaus verteilt. Am Posten liegen nebst einem Postenbeschrieb mit Angaben zu Aufgabe, Material und Postenzeit drei PDA’s mit den Hörbeispielen (Audiodateien) bei Posten 1, 2, 4, 5,und 6.


Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule | Nadine Stüber (SO), Thomas Strähl (SO)