Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006
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Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule


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UNTERRICHTSSKIZZE HÖRVERSTEHEN

Lektion vom:          2.Mai  2006

Name:                       Thomas Strähl

Fach:              Sprache, Sprachverständnis

Klasse:          6. Klasse

Ort / Schulhaus:     Wangen bei Olten

1.) Thema

Lesetraining – Hörverstehen

2.) Lehrplanbezug

  • Lehrplan für die Volksschule, Kapitel 4, Sprache/Deutsch, 6.Klasse:
  • Texte verstehen
  • „Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Texte verstehend lesen und kritisch verarbeiten“

3.) Ziele

  • Die Schülerinnen und Schüler lesen einen kurzen Text fehlerfrei und erstellen eine Tonaufnahme.
  • Textverständnis (Hörverstehen) trainieren
  • Die Schülerinnen und Schüler können wahre und falsche Aussagen zum Text unterscheiden.

4.) Voraussetzungen

  • Jedes Kind hat ein eigenes Gerät, um die Audiodateien aufzunehmen und abzuspielen.
  • Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig Sprachaufnahmen erstellen.
  • Zu jeder Geschichte sind die Dokumente mit den richtigen und falschen Aussagen digital vorhanden.

5.) Verlauf

  • Dauer: eine Einführungslektion, anschliessend mehrere Trainigslektionen

5’

  • Texte verteilen und still durchlesen lassen.
  • Partnerarbeit: einander den Text laut vorlesen.

10’

  • Tonaufnahme: Die Schülerinnen und Schüler achten auf eine korrekte und gut verständliche Aussprache.

10’

  • Schülerinnen und Schüler holen sich das Dokument mit den 14 Aussagen zum Text. (siehe Beilage „richtig oder falsch“)
  • Von den 14 Sätzen die sieben richtigen bestimmen. Die Lösung wird auf das Lösungsblatt notiert (siehe Anhang).

1’

  • Richtige Lösung bei der Lehrkraft korrigieren (Selbstkontrolle).

10’

  • Einen „fremden“ Text anhören (ohne die richtigen und falschen Aussagen zu kennen).

5’

  • Von den 14 Sätzen die sieben richtigen bestimmen, die Lösung wieder auf das Lösungsblatt notieren.

1’

  • Lösung bei der Lehrkraft korrigieren (Selbstkontrolle).

6.) Mehrwert

  • Durch das Erstellen einer eigenen Sprachaufnahme ist das Kind motiviert, den Text möglichst korrekt und verständlich zu gestalten. Die anderen Klassenkameraden und Klassenkameradinnen hören sich ja den Text auch an und müssen ihn verstehen können. So entsteht eine natürliche Kontrolle durch die Kinder selbst.
  • Die Kinder können sich den Kurztext in ihrem eigenen Tempo und sich – so oft wie sie es für nötig halten – anhören. Die Anzahl Wiederholungen kann dem Niveau des Kindes entsprechend grösser oder kleiner sein. Dies stärkt die Selbstkompetenz (Selbsteinschätzungsvermögen) und die Selbstverantwortung der Kinder.
  • Mit dem weiteren Tausch der selber aufgenommenen Texte entsteht das Hörverstehen-Training. Die Schülerinnen und Schüler können sich die „fremden“ Texte mehrere Male anhören, was das Sprachverstehen und die Sinnentnahme schult (v.a. bei fremdsprachigen Kindern).
  • Die Hörtexte sprechen gezielt einen Lernkanal (das Ohr) an. Die auditiven Fähigkeiten werden so gezielt geübt und verfeinert. Das ist v.a. für fremdsprachige Kinder sehr wichtig.
  • In weiteren Lektionen können die Kinder die restlichen Texte bearbeiten, bis jedes Kind alle Texte gelöst hat.
  • Die Audiodateien können im weiteren Unterricht wieder Verwendung finden: Zusammenfassungen schreiben, als Diktattext einsetzen, den Text illustrieren usw.

7.) Rückblick

8.) Organisation / Setting

  • Wir haben diese Übung mit Handhelds durchgeführt.
  • Was mit der Arbeit mit PDA zu beachten ist:
    - Die richtigen und falschen Aussagen haben wir über Bluetooth übermittelt. Da auf dem Palm diese zwei Applikationen (Sprachnotiz und Dokumente) nicht gleichtzeitig geöffnet sein können, ist das Schummeln erheblich schwieriger.
    - „Fremde“ Texte bearbeiten: Die persönlichen PDA’s bleiben am Sitzplatz der Schülerinnen und Schüler. Nur die Kinder wechseln die Plätze.


Lernen mit einem persönlichen ICT-Gerät an der Primarschule | Nadine Stüber (SO), Thomas Strähl (SO)