Geografie
„Das zentrale Anliegen des Geografieunterrichts ist die Entwicklung von Raumvorstellungen, Raumgefühl, Orientierungssinn wie auch das Erkennen von ursächlichen Beziehungen und Zusammenhängen innerhalb der Landschaft und zwischen Landschaft und menschlichem Handeln.
Voraussetzung für ein möglichst tiefes Verständnis für geografische Zusammenhänge ist eine vielfältige Begegnung mit der Landschaft und dem Raum. Deshalb sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst viel Gelegenheit erhalten, in der direkten Begegnung mit der Landschaft sich selbsttätig mit dem Stoff und den Unterrichtsinhalten auseinanderzusetzen. Ab der 4./5. Klasse tritt an Stelle der originalen Begegnung auch die mittelbare, direkte. Folgende Hierarchie der Veranschaulichungsmittel ist zu beachten:
Direkte Beobachtung, originale Begegnung (Exkursion)
- Demonstration, Modelle
- Bild, Zeichnung (Dias, Video, Film)
- Karte, Plan
- Text
- Grafik, Statistik
Bei der Auswahl der Veranschaulichungsmittel ist sorgfältig darauf zu achten, dass die Informationsdichte und der Abstraktionsgrad dem Aufnahmevermögen und der Auffassungsgabe der Lernenden angepasst sind. Auch bei Einsatz von Bild, Dia, Film und Video ist eine Einführung und Nachbearbeitung unumgänglich.
Bei der Stoffauswahl und der Abmessung des Stoffumfanges muss Begriffen und Zusammenhängen ein wesentlich höherer Stellenwert eingeräumt werden als Namen und Zahlen. Die sogenannte Briefträgergeografie soll nur als Orientierungshilfe dienen und darf nicht zum eigenständigen Stoff gemacht werden.
Der exemplarische Geografieunterricht will die Schülerinnen und Schüler befähigen, die an einem Thema gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten auf einen anderen Raum zu übertragen und in ein höheres Erkenntnisraster einzuordnen.“ (Kt. SO, Lehrplan der Volksschule, 1992)
Wie man an diesem Beispiel sieht, ist die Kartenkunde in den kantonalen Lehrplänen (je nach Terminologie in den Fächern Mensch und Umwelt, Heimat- und Lebenskunde oder Sachkunde) als Lerninhalt aufgeführt.
Dabei wird der Raum während der Mittelstufe der Primarschule allmählich erweitert:
- eigener Wohnort
- Bezirk
- Kanton
- Schweiz
Das Programm «Swiss Map Trophy» beruht auf der Grundlage der offiziellen Schweizer Landeskarten. Kantonale Schulkarten werden ebenfalls auf dieser Grundlage erstellt.
Es ist in seiner Art ein gutes Beispiel für exemplarisches Lernen im Geografieunterricht. Das im Gebiet des Berner Oberlandes erworbene Grundlagen-Wissen kann von den Lernenden auf den eigenen Lebensraum übertragen werden.
Das Programm Schweizerkarte verwendet neben Satellitenbildern und Flugaufnahmen eigene Vermessungsdaten und Signaturen.
Es deckt den ganzen geografischen Raum ab, der für die Mittelstufe relevant ist.
Im Einzelnen sind im Solothurner Lehrplan folgende Ziele für die Mittelstufe definiert:
3. und 4. Klasse
Die Schülerinnen und Schüler können
- Himmelsrichtungen benennen und bestimmen
- sich am Wohnort nach Himmelsrichtungen orientieren
- Pläne von Zimmern, Schulhaus, Quartier oder Wohnort zeichnen und sich danach orientieren
- die Schulkarte des Kantons lesen und sich anhand eines Ortsplanes orientieren
- wichtige geografische Merkmale ihrer Region auf der Karte finden
5. und 6. Klasse
Die Schülerinnen und Schüler können
- verschiedene Karten lesen
- räumliche Vorstellungen in Pläne, Modelle und Karten umsetzen
- Höhenkurven lesen und in Relief und Profil umsetzen
fächerübergreifendes Arbeiten (Beispiele)
| Sprache: |
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Wegbeschreibungen, Wortfeld |
| Mathematik: |
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Massstäbe, Wegzeiten, Höhenbestimmungen |
| Werken: |
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Geo-Puzzles, Landschaften modellieren, Höhenkurven-Modelle |
| Zeichnen: |
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Landkarten erfinden |
| Musik: |
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Lieder und Musik aus den besprochenen Regionen |
| Sport: |
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OL-Wettläufe, Turngeräte nach Plan aufstellen |