Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2004/2005
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Farbe und Form bei Hundertwasser


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PRAXISERPROBUNG

Die Unterrichtseinheit wurde in einer 4. Primarklasse im Halbklassenunterricht erprobt. Die Gruppe bestand aus vier Mädchen und vier Knaben. Aus Zeitgründen musste der Teil über die Bedeutung der Symbole weggelassen werden.

Bericht der Erprobung

Die farbenprächtigen Bilder von Hundertwasser sprachen die Kinder auf Anhieb an. Wir besprachen einige der Bilder und kamen auf wiederkehrende Elemente. Ich erzählte den Kindern in einer Zusammenfassung Wichtiges aus dem Leben von Hundertwasser. Die Schülerinnen und Schüler vertieften in Zweierteams die Biografie mit Hilfe des Arbeitsblattes und des angegebenen Links. Die Lösungen wurden in der Gruppe besprochen.

Da meine Schülerinnen und Schüler noch nie mit Appleworks gearbeitet hatten, musste ich für die Einführung etwa eine Lektion berechnen. Wir erarbeiteten gemeinsam die schriftlichen Erklärungen über die  ausgewählten Funktionen des Programms. Die Schülerinnen und Schüler durften frei zeichnen und ausprobieren. Fast alle Kinder zeichneten ein Gesicht. Jedes Kind arbeitete alleine an einem Computer. Anfangs musste ich stark präsent sein, da beim Ausprobieren etliche kleinere Probleme auftauchten.

Die Schülerinnen und Schüler wählten in der nächsten Stunde ein Bild von Hundertwasser aus. Sie mussten versuchen, ein Element des Bildes auf dem Computer nachzuzeichnen. Diese Arbeit verlangte viel Zeit und Geduld. Jedes Kind zeichnete ein Element von einem Bild. Die Zeichnungen wurden gespeichert und ausgedruckt.

Die Computerbilder wurden nun von Hand ergänzt. Die Kinder wählten die Grösse des Ausschnitts selber aus. Einige Kinder wollten das Bild nach eigenen Ideen weitergestalten. Ich erlaubte dies mit der Vorgabe, dass es im Stil ähnlich wie das Original gemalt werden musste.

Da in unserem Schulhaus das Informatikzimmer revidiert wurde, hatte ich nach der Einführungsstunde nur noch drei Computer zur Verfügung. Ich liess einen Teil der Kinder ihren Ausschnitt von Hand zeichnen. Das Element des Computerbildes wurde ausgelassen und konnte später aufgeklebt werden. 

Bis zum Abgabetermin unserer Arbeit sind noch nicht alle Kinder mit ihrem Bild fertig geworden.

Schlussfolgerungen und Erkenntnisse

Bei der Vertiefung der Biografie zeigte sich, dass im Internettext und im Lückentext einige Begriffe zusätzlich erklärt werden mussten. Die Lücken füllten die Schülerinnen und Schüler ohne grössere Probleme aus.

Das themen-unabhängige Einführen von Appleworks erschien mir unerlässlich.

Das freie Zeichnen am Computer machte allen Kindern grossen Spass. Fast alle probierten die angegebenen Funktionen aus.

Es ist wichtig, dass die gezeichneten Objekte geschlossen sind, da man sie sonst nicht ausfüllen kann. Die Tropfen und Kreise von Hundertwasser eigneten sich dazu sehr gut.

Die gezeichneten Objekte sollten immer ausgefüllt werden, bevor neue Objekte darüber gezeichnet werden. Sonst wird das Ausfüllen unübersichtlich.

Das Zeichnen nach einer Vorlage war schon erheblich schwieriger und sehr zeitaufwendig. Hier zeigte sich, wer die Funktionen im freien Zeichnen bewusst angewandt hatte und wer nicht: Geduld und Ausdauer waren gefragt.

Unsere Idee, einen ganzen Ausschnittes zu malen, verlangt viel Geschick: Ungeübte Kinder brauchen zu viel Zeit dafür; sie verlieren die Geduld. > Ein einzelnes Element eines Ausschnittes genügt vollkommen auf dieser Stufe.

Es ist von grossem Vorteil, wenn für jedes Kind ein Computer zur Verfügung steht.

Es werden bewusst Zeichen- nicht Malprogramme verwendet, da die Schülerinnen und Schüler damit Objekte verschieben und kopieren können.

Anpassungen

Der Lückentext wurde vereinfacht.

Anstelle eines Ausschnittes wurde nur noch ein Element (Pyramide, Kreis, Baum, Fuss usw.) auf dem Computer gezeichnet.


Farbe und Form bei Hundertwasser | Regula Mottl (BL), Martina Sommerhalder (BL), Ursula Streich (BS)